Europa VIII

Auszug aus einem Kommentar von Kai Küster, ARD-Hörfunkstudio Brüssel v. 21.10.2015: „Was macht Europa eigentlich, wenn es nach dem Aufstehen morgens in den Spiegel schaut? Begrüßt es sich nach wie vor mit einem fröhlichen: ‚Guten Morgen, Friedensnobelpreisträger!‘ oder kann es seinen Anblick kaum mehr ertragen? Die Hilflosigkeit, mit der dieser Kontinent nach wie vor durch die größte Herausforderung der Nachkriegsgeschichte tapst, ist für die EU selbst bedenklich. Und für die Flüchtlinge – im schlimmsten Fall – lebensgefährlich.

Vor einem Monat war es Ungarn, das mit Stacheldraht und Tränengas-Einsatz gegen Schutzsuchende schockierte. Jetzt aktiviert das überforderte Slowenien die Armee. Hilfsorganisationen nennen den Umgang mit den gerade erst Entkommenen ‚menschenverachtend‘. Gleichzeitig zeigt bei uns zu Hause eine Bewegung namens ‚Pegida‘ ihre echte, aber hässliche und hetzerische Fratze. …“

Rupert Neudeck in einem Gespräch mit dem Kölner Stadtanzeiger: „Griechenland nimmt die Flüchtlinge kaum wahr, als Regierung nicht und auch nicht die griechischen Bürger. Zudem müssen die Flüchtlinge für Essen und anderes zahlen. Ich habe so eine brutale Ausbeutung noch nie erlebt.“

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