Afrika

Der Flüchtlingshorror in Afrika: 15.000 neue Vertriebene jeden Tag.

Quelle: http://www.taz.de/!5464912/

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Port Bou

„In einem Hotel in Port Bou jenseits der spanischen Grenze hatte sich in der Nacht ein Mann erschossen, weil ihn die Behörde am nächsten Morgen nach Frankreich hätte zurückschaffen wollen. … Höllisch, unbewohnbar musste ihm das Land erschienen sein, in dem wir alle noch steckten, in das man zwingen wollte zurückzukehren.“

Quelle: Anna Seghers, Transit, Konstanz 1948, S. 221.

Stolperschwelle

Am 30. Oktober 2017 wurde in Buenos Aires (Argentinien) zum ersten Mal außerhalb Europas ein STOLPERSTEIN, in diesem Fall eine so genannte STOLPERSCHWELLE, verlegt. Über die Gründe war zu lesen: „‘Die Thematik der Geflüchteten ist im Moment so brandaktuell, dass wir mit der Stolperschwelle in der Pestalozzi-Schule [in Buenos Aires] darauf aufmerksam machen wollen: die Flüchtlinge sind auch Opfer gewesen‘, sagte Anna Warda vom Projekt Stolpersteine.“

Die STOLPERSCHWELLE wurde vor der Pestalozzi-Schule in Buenos Aires verlegt, weil an dieser Schule sowohl zahlreiche Schüler als auch Lehrer, die zuvor aus Nazi-Deutschland geflüchtet waren, lernten und lehrten. Auf der Schwelle steht u.a.: „Die Schule hat mir ein Gefühl der Geborgenheit gegeben und das Trauma der Emigration erleichtert.“

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Stolperstein-ehrt-Schule-in-Buenos-Aires-article20110155.html

Die Liste

Die Künstlerin Banu Cennetoglu hat die Namen von 33.293 Menschen erfasst, die auf der Flucht nach Europa gestorben sind, und in einer Liste aufgezählt, die u.a. im Berliner TAGESSPIEGEL am 9. November 2017 veröffentlicht wurde.

Seit dem 6. November sind mindestens 5 Namen dazu gekommen, die gerettet hätten werden können, wenn die libysche Küstenwache sich entsprechend verhalten hätte. Aber: „Ihr ganzes Verhalten war ganz klar nicht darauf ausgerichtet, Menschen zu retten.“ (Pia Klemp, Sea Watch, Kölner Stadt-Anzeiger v. 10.11.2017).

Ein Bericht über die dramatische Aktion unter: https://sea-watch.org/dramatischer-rettungseinsatz-sea-watch-3/

Der ununterbrochene Strom der Abfahrtsbesessenen

„Der Strom schwoll an, Tag um Tag, ja von Stunde zu Stunde. Und keine Netze von Polizisten und keine Razzien, und keine drohenden Konzentrationslager und keine noch so harten Verordnungen des Präfekten von Bouche du Rhone konnten verhindern, dass der Zug abgeschiedener Seelen in Überzahl blieb gegen die Lebenden, die hier ihre festen Siedlungen hatten. Für Abgeschiedene hielt ich sie, die ihre wirklichen Leben in ihren verlorenen Ländern gelassen hatten …“

Quelle: Anna Seghers, Transit, Konstanz 1948, S. 126.