Roman-Adaption auf Berlinale

Wie aktuell ist Anna Seghers „Transit“ in Christian Petzolds Verfilmung?

Eine ähnliche Geschichte spielt nun auch Paula Beer in Christian Petzolds Film „Transit“, der den Seghers-Roman in die Gegenwart Marseilles holt und vor dem Hintergrund der sogenannten „Flüchtlingskrise“ darüber spekuliert, wie es wäre, wenn plötzlich Neofaschisten in Deutschland an die Macht kämen und Schriftsteller und andersgläubige Deutschlandbewohner wieder in eine nächste neue Welt auswandern müssten.

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Transit_(2018)

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Schluss

Zum Schluss der erste Satz des Romans: „Die ‚Montreal‘ soll untergegangen sein zwischen Dakar und Martinique.“

Quelle: Anna Seghers, Transit, Konstanz 1948, S. 7.

Das Meer

„Ich hielt vor dem Hafenamt. Sein Vorraum war fast leer, gemessen an den Tausenden, deren Ziel das Hafenamt war. Er war der letzte aller Vorräume. Wenn der, der ihn durchwartet hatte, nicht doch noch zurück musste, endgültig, hoffnungslos, dann kam danach gar kein Warteraum mehr, nur das Meer.“

Quelle: Anna Seghers, Transit, Konstanz 1948, S. 296.

Warten

„Man erwiderte ihm: Auf was wartest du eigentlich? Du bist doch schon längst in der Hölle. Das war sie nämlich: ein blödsinniges Warten auf nichts. Was kann denn höllischer sein?“

Quelle: Anna Seghers, Transit, Konstanz 1948, S. 235.